Schwefelporling
Laetiporus sulphureus (Bulliard: Fries) Murrill |
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Funddaten: 09.05.2005, MTB 7625/4/1/1, Gögglingen - LSG Gögglinger Ried, 472 ü. NN, an lebendem Stamm von Weide (Salix spec.), leg. & det. J. MARQUA. Fundort: Auwaldrest an Altwasserarm mit Eschen, Weiden und Pappeln auf Vega aus carbonathaltigem Auenlehm über Niedermoor. Verbreitung: In der Region weit verbreitete und häufig Art. Weitere Funddaten: Kartenausschnitt von OpenStreetMap: www.osm-wms.de
Basidiocarp jung knollenförmig, älter Konsolen ausbildend, die stockwerkartig übereinanderstehen, Frk. groß; - 50 cm breit und 30 cm abstehend, jung saftig und weichfleischig, älter porös, bröckelig (wie Feta), schwefelgelb, goldgelb, im Alter weißlich ausblassend. Geruch je nach Substrat schwach oder stark säuerlich, fruchtig, mit einer bitterlichen oder auch ranzigen Note. Sporen (Ryvarden): 5-8 x 4-5 µm; ovoid - ellipsoid, glatt, hyalin, inamyloid. Basidien keulig, 4-sporig, ohne Schnallen. Hyphensystem dimitsch; mit generativen dünnwandigen und schnallenlosen Hyphen und reichverzweigten, dickwandigeren Bindehyphen (Skeletthyphen fehlen!). Ohne Zystiden. Anmerkungen: Der Schwefelporling ist in Nordamerika ein populärer Speisepilz, und wird dort als "Chicken of the Woods" bezeichnet. Für Entomologen sind alte, vergangene Frk. ergiebige Fundorte für Käferarten. Systematische Einordnung:
Basionym: Boletus sulphureus Bull. Synonyme: Cladomeris sulphurea (Bull.) Quél. Cladoporus sulphureus (Bull.) Teixeira Grifola sulphurea (Bull.) Pilát Leptoporus sulphureus (Bull.) Quél. Merisma sulphureus (Bull.) Gillet Polyporus sulphureus (Bull.) Fr. Sistotrema sulphureum (Bull.) Rebent. Tyromyces sulphureus (Bull.) Donk Anamorphe: Ceriomyces aurantiacus (Pat.) Sacc. Hennebert Verwendung: Jung essbar, jedoch nicht von jedem Substrat gleichermaßen schmackhaft. Literatur:
(Jürgen Marqua) |
Frk. an Weidenstamm (JM2924) Frk. an Weidenstamm (JM2924) Vergr. Ansicht d. Frk. (JM2924) Detailansicht d. Frk. (JM0268) Frk. mit Anschnitt (JM2924) Sporen in Wasser (JM1037) |
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